10 Wege aus dem Winterblues

Vor einem Glas Wasser zu sitzen, in dem sich langsam eine Vitamintablette auflöst, die Flüssigkeit orange färbt und kleine Blasen in die Höhe sendet, kann einem die Tränen in die Augen treiben. Gefangen in einem grauen Alltag mit verstopfter Nase, Schneematsch auf den Strassen und Winterschuhen, die nicht halten, was sie versprechen, erscheint ein Dasein als hirnlose Blubberblase ungemein attraktiv. Wäre da nicht die dicke Nebeldecke, würde man neidisch dem Flugzeug nachschauen, das dicht besetzt mit glücklichen Passagieren Richtung Südsee fliegt. Warum es ihnen nicht einfach gleichtun? Termine, Geldmangel und Gesässschmerzen von langem Sitzen sind plausible Gründe dagegen. Eine kleine To Do-Liste gegen den Winterblues für Daheimgebliebene:

  1. Auch wenn Ihnen Wintersport nichts sagt: Fahren Sie mit einem Sessellift in die Höhe, baumeln sie mit den Beinen und spucken Sie auf die verschneiten Tannenwipfel. Oben lockt zur Belohnung die Sonne, ein Nussgipfel oder ein Kafi mit Güx. Zum Beispiel hier: www.hoch-ybrig.ch/winter/gebiet/anlagen-betriebszeiten
  2. Wechseln Sie die Musik: Statt wehleidigem Blues und nervtötendem Radio greifen Sie für einmal selber zum Mikro, streifen Sie alle antrainierten Hemmungen ab und lassen Sie alle im Raum wissen: „Ei did it meiiii weii.“ Vorzüglich Karaoke singen lässt es sich zum Beispiel hier: www.karaoke-lauschuli.ch
  3. Bewegung soll ja gesund sein. Aber wer diesbezüglich sein Leben lang skeptisch war, sollte gut überlegen, ob er ausgerechnet in einer Phase von akutem Winterblues damit beginnen möchte. Sie wollen abnehmen? Das alleine ist kein Grund, sich gerade jetzt dem Sportdiktat zu beugen. Vorsichtig bewegen und trotz Winterspeck wunderbar leicht fühlen, kann man sich auch in einem Solebad. Zum Beispiel hier: www.parkresort.ch
  4. Buntes Essen ist ausgewogen und gesund. Kochen Sie also mit dem Auge. Gönnen Sie sich zwischendurch einen Abstecher in den Candyshop und lernen Sie, was wirklich bunt essen heisst. www.lolipop.ch
  5. Heizen Sie ein: Stellen Sie sich neben den Backofen, besuchen Sie die Sauna oder ein Thermalbad. Unbelehrbare gehen ins Solarium.
  6. Bevor Ihnen die Decke auf den Kopf fällt, machen Sie eine Lichttherapie. Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass Helligkeit Stresszustände beeinflussen kann. Lassen Sie sich von einer Fachperson beraten, bevor Sie eine Therapielampe kaufen oder mieten.
  7. Geben Sie sich Saures: Sauer macht lustig, sagt der Volksmund. Wie lustig, sehen Sie hier: www.youtube.com/watch?v=3v94VC2-yhM Auch zu empfehlen: Ein aussergewöhnlicher Pfirsich- oder Feigen-Chili-Essig von: www.vomfass.ch
  8. Seit Weihnachten gibt es in den Läden Tulpen, nur wenig später folgten Hyazinthen und Narzissen. Greifen Sie zu, stellen Sie diese Frühlingsboten in Ihre Wohnung und drehen Sie dem Schneegestöber draussen eine lange Nase.
  9. Strapazieren Sie Ihre Lachmuskeln. Zum Beispiel mit einer Komödie à la:
    wwws.warnerbros.de/hangover/ 
    oder einer Lektion Lachyoga: www.hoho-haha.ch
  10. Falls Sie allen Vorbeugungen zum Trotz eine Grippe erwischen: Befolgen Sie den ärztlichen Rat, melden Sie sich für eine Woche im Büro ab und lassen Sie sich von Ihren Liebsten mit Essen und dicken Wälzern versorgen.

Zora Schaad, Februar 2012

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